Ueberblick
Dieses Werkzeug ist für die Materialplanung bei Fassaden, Trennwänden, Decken und Renovierungen gedacht, wenn die benötigte Menge vor dem Einkauf feststehen soll. Es multipliziert die Fläche mit dem angegebenen Verbrauch pro Millimeter und der geplanten Dicke, addiert die Reserve und rechnet das Ergebnis in Säcke um. Es ist sinnvoll, wenn du Produktdaten in kg/m²/mm vorliegen hast und keine theoretische Mindestmenge, sondern eine praxisnahe Bestellmenge brauchst. Bei saugfähigem Untergrund, unebenen Flächen oder Arbeiten in mehreren Räumen hilft das Reservenfeld, zu knappe Bestellungen zu vermeiden.
Anwendungsfaelle
- Material für eine Fassadenwand bestellenBestimme die Putzmenge vor der Bestellung, wenn der Hersteller den Verbrauch für eine bestimmte Schichtdicke angibt und du Sackzahl und Reserve festlegen musst.
- Wohnzimmer und Flur renovierenBerechne den Bedarf für mehrere Innenräume zusammen und berücksichtige Material für Ecken, Anschlüsse und kleine Ausbesserungen.
- Saugfähiger oder ausgebesserter UntergrundPlane einen Zuschlag ein, wenn Mauerwerk ungleichmäßig ist, Flicken hat oder den Putz stärker aufnimmt.
- Zwei Putzsysteme vergleichenVergleiche Produkte mit unterschiedlichem Verbrauch und prüfe, wie sich die Sackzahl bei gleicher Fläche und Dicke verändert.
So funktioniert es
- 1
Fläche in Quadratmetern eingeben.
- 2
Verbrauch in kg/m²/mm aus dem Datenblatt übernehmen.
- 3
Geplante Schichtdicke in Millimetern angeben.
- 4
Reserve für Verluste, Unebenheiten und Reste hinzufügen.
- 5
Sackgewicht in Kilogramm eintragen.
- 6
Grundbedarf, Gesamtbedarf mit Reserve und Sackzahl anzeigen.
Beispiele
Fassadenfläche eines Einfamilienhauses
Eingabe: Fläche: 120 m², Verbrauch: 1,7 kg/m²/mm, Dicke: 12 mm, Reserve: 8%, Sackgewicht: 25 kg
Ausgabe: Grundbedarf: 2448 kg, Gesamtbedarf: 2643,84 kg, Säcke: 105,75 → 106 Säcke
Ein realistisches Rechenbeispiel für eine Fassadenbestellung mit moderater Reserve.
Innenausbau im Wohnbereich
Eingabe: Fläche: 38 m², Verbrauch: 1,3 kg/m²/mm, Dicke: 9 mm, Reserve: 6%, Sackgewicht: 30 kg
Ausgabe: Grundbedarf: 444,6 kg, Gesamtbedarf: 471,28 kg, Säcke: 15,71 → 16 Säcke
Praktisch für die Planung einer kleineren Innenrenovierung.
Dicke Ausgleichsschicht
Eingabe: Fläche: 22 m², Verbrauch: 2,0 kg/m²/mm, Dicke: 15 mm, Reserve: 12%, Sackgewicht: 20 kg
Ausgabe: Grundbedarf: 660 kg, Gesamtbedarf: 739,2 kg, Säcke: 36,96 → 37 Säcke
Zeigt, wie stark der Bedarf bei dicken Schichten selbst auf kleiner Fläche steigt.
FAQ
Wie wird die Sackzahl berechnet?
Die Fläche wird mit dem Verbrauch pro mm und der Dicke multipliziert. Danach wird die Reserve addiert und durch das Sackgewicht geteilt.
Warum erscheinen Dezimalwerte im Ergebnis?
Dezimalwerte zeigen die exakte Rechnung. Im Einkauf brauchst du ganze Säcke und solltest deshalb immer aufrunden.
Was mache ich bei Verbrauchswerten pro Zentimeter?
Erst auf Millimeter umrechnen. Ein Wert pro Zentimeter muss durch 10 geteilt werden, sonst ist das Ergebnis zehnmal zu hoch.
Deckt die Reserve nur Verarbeitungsverluste ab?
Nein. Sie berücksichtigt auch Reste im Eimer, ungleichmäßige Flächen und zusätzliche Aufnahme durch den Untergrund.
Kann ich unterschiedliche Schichtdicken gemeinsam rechnen?
Ja, aber am besten rechnest du die Bereiche getrennt und addierst die Ergebnisse. Ein Mittelwert kann den Bedarf verfälschen.
